Pfändungsrechner – Errechnen des unpfändbaren Einkommens

Bildquellenangabe: 	Thorben Wengert  / pixelio.de

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Die Anmeldungen von Privatinsolvenzen sind im letzten Jahr zwar um ca. 6% gesunken, dennoch gibt es jährlich weiterhin viele Privatpersonen, die sich verschulden. Deshalb ist es ratsam, sich ausreichend zu informieren und frühzeitig zu handeln, denn bei vielen steht der Zeiger auf 5 nach 12. Da bis 2010 üblich war, das gesamte Konto eines Schuldners zu pfänden, gibt es eine neue Regelung, die es erlaubt einen gewissen pfändungsfreien Betrag zu behalten um im alltäglichen Leben ausreichende Mittel zur Verfügung zu haben.

Das neue Pfändungsschutzkonto

Kurz auch P-Konto genannt, gewährleistet Schuldner und Schuldnerinnen während der Zwangsvollstreckung grundlegende Mittel für den täglichen Bedarf. Grundlage dafür ist die Widersprüchlichkeit auf soziale System zugreifen und Staatsgelder zu verzehren, die man einzig aufgrund seiner Schulden aufbringt. Das bedeutet also, dass der Staat sich das Geld von einem Schuldner holt, es aber auch wieder an diesen auszahlen muss, wenn er nicht genügend eigene Mittel hat. Seit 2010 gibt es deshalb das neue Pfändungsschutzkonto, welches es Schuldnern ermöglicht ein Giro-Konto einzurichten und das auf ganz unbürokratischem Weg. Auf dem P-Konto liegen dann Gelder aus dem unpfändbaren Teil des Einkommens des Schuldners. Dadurch ist gewährleistet, dass er zum einen seiner Arbeit weiter nachgehen kann und sich zum anderen einen gewissen Lebensstandard erhalten kann. Somit können nach und nach die Schulden getilgt werden. Hier profitieren nicht nur der Schuldner, sondern auch der Gläubiger, Banken und Sparkassen durch den weniger aufwändigen und unbürokratischen Vorgang.
Bevor das P-Konto eingeführt wurde, war die Folge einer Privatinsolvenz die komplette Pfändung des Giro-Kontos, was darüber hinaus dazu führte, dass Rechnungen wie Miete, Gas oder Telefon nicht mehr bezahlt werden konnte. Somit stiegen die Schulden weiter an. Mit dem P-Konto allerdings, kann ein gewisser Lebensstandard beibehalten werden.

Der Pfändungsrechner

Aber wie weiß ich, wie viel von meinem Einkommen pfändungsfrei ist? Sobald der Gang zum Schulden-Insolvenzberater gemacht ist, ist der erste Stein für den Weg aus der Schuldenfalle gelegt. Aber wie es auf ihrem Konto weitergeht, wissen die meisten nicht! Deshalb gibt es in Deutschland einen pfändungsfreien Betrag, d. h. das ein bestimmter Teil des Einkommens auf dem Konto liegen bleibt und von Ihnen genutzt werden kann. Die max. Höhe dieses Betrags wird alle zwei Jahre an den Grundfreibetrag in Deutschland angepasst. Mithilfe einer Pfändungstabelle oder eines Pfädnungsrechners können sie überprüfen wie viel pfändungsfreier Betrag also für sie übrig bleibt. Besonders abhängig ist dieser Betrag von ihren unterhaltspflichtigen Personen, wie z. B. Ehepartner oder Kinder. Der Pfändungsschutz-Betrag liegt zur Zeit bei 1.045,04 Euro je Kalendermonat. Dieser kann jedoch aufgrund von außergewöhnlichen Umständen, wie z. B. Krankheiten vom Vollstreckungsgericht oder der Vollstreckungsstelle des Gläubigers individuell angepasst werden.

Sobald die Rechnungen sich auf Ihrem Schreibtisch stapeln, Sie wissen, dass viele Gläubiger auf ihr Geld warten oder Ihre Kasse häufiger leer ist, dann verstecken Sie sich nicht vor diesen Problemen. Gehen Sie den Weg zum Insolvenzberater und finden somit auch den Ausweg aus der Schuldenfalle.

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