VW-Abgasskandal: Kennen Sie wirklich Ihre Rechte als Käufer?

StockSnap @ pixabay.com - CC0 Public Domain

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Fast drei Millionen Kraftfahrzeuge sind allein in Deutschland vom VW-Abgasskandal betroffen. Für viele Besitzer eines der betroffenen Autos der Marken VW, Audi, Seat und Skoda stellt sich daher die dringende Frage: Welche Rechte habe ich als Käufer beim VW Abgasskandal.

Das sollte ich als betroffener Käufer jetzt beachten

Der VW-Abgasskandal ist nicht nur in den Medien ein vielfach diskutiertes Thema. Gerade für die Käufer eines der vom VW-Abgasskandal betroffenen Fahrzeuge geht es jetzt darum, die eigenen Rechte – wie z.B. Schadenersatzansprüche – sorgsam zu prüfen. Und notfalls mit anwaltlicher Hilfe geltend zu machen. Grundsätzlich gilt, dass die Verwendung der manipulierten Software in den Motoren als Mängel einzustufen ist. Das hat zur Folge, dass Käufer durchaus Ansprüche auf Schadensersatz, Gewährleistungsrechte und in vielen Fällen auch einen Rücktritt vom abgeschlossenen Kaufvertrag geltend machen können.

Auch weil die juristischen Folgen des sogenannten VW-Skandals bisher unbekannte Dimensionen erreichen dürften, sollten sich betroffene Käufer genau informieren und am besten auch von Experten beraten lassen: Denn bei den üblichen Ansprüchen zur Gewährleistung des Händlers bei Mängeln, muss als erstes die Verjährungsfrist beachtet werden. Auch im VW-Abgasskandal gilt, dass Käufern innerhalb von zwei Jahren ab Übergabe des Autos die üblichen Ansprüche zur Gewährleistung bei Mängeln zusteht. Wenn es sich jedoch um den Kauf eines Gebrauchtwagens handelt, kann diese Frist in einzelnen Fällen auf ein Jahr herabgesetzt werden.

Rücktritt, Minderung oder Schadenersatz?

Wer seine Ansprüche auf Gewährleistung gelten machen will, muss dies bei seinem Vertragspartner machen: Hier ist also in der Regel nicht der VW-Konzern, sondern der jeweilige Händler die Ansprechperson. Grundsätzlich gilt, dass der Geschädigte zunächst beweisen muss, dass die Abgaswerte bei seinem Kfz von den vertraglich zugesicherten Zahlen abweichen. Dies sollte aber kein Problem sein, da auf der Internetseite von VW problemlos nachgeprüft werden kann, welche Modelle und Baujahre konkret betroffen sind.

Ob ein betroffener Besitzer tatsächlich vom Kaufvertrag zurücktreten kann, ist eine spannende juristische Frage, die vermutlich noch von Gerichten zu entscheiden sein wird. Prinzipiell ist der Rücktritt von einem solchen Kaufvertrag nur möglich, wenn die Mängel als erheblich einzustufen sind. Bei einem Rücktritt würde der Kaufpreis – vermutlich abzüglich eines Betrages für die vorherige Nutzung – erstattet werden. Im Falle einer Minderung würde der Käufer das Fahrzeug behalten, als Entschädigung stünde ihm jedoch ein Teil des Kaufpreises als “Wiedergutmachung” zu. Zahlung im Rahmen Schadensersatzforderungen würden die Gerichte nur verhängen, wenn der Vertragspartner – wie oben beschrieben also zumeist der Händler – den Mangel verschuldet hätte.

Insgesamt muss festgestellt werden, dass auch die juristische Aufbereitung des VW-Abgasaffäre die Medien und vor allem die betroffenen Käufer noch lange beschäftigen wird. Und dass es auch bei der Geltendmachung der eigenen Rechte viele Details zu beachten gibt.

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