Was ist ein CFD

 

PIX1861 @ pixabay.com - CC0 Creative Commons

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Aktien sind die wohl bekanntesten Wertpapiere – werden vom Anleger Aktien erworben, so ist er an einer Gesellschaft beteiligt. Die Pflichten und Rechte des Aktionärs werden im AktG – im deutschen Aktiengesetz – geregelt. Erwirbt der Anleger jedoch CFDs (kurz für Contracts for Difference oder auch Differenzkontrakte), so ist er nicht am Unternehmen beteiligt, sondern nur der Inhaber einer Forderung. Der CFD-Kurs leitet sich vom Basiswert ab, wobei es hier um Aktien oder auch um andere Werte – Rohstoffe oder Indizes – handeln kann. Der CFD-Anleger wird ausschließlich an der Kursentwicklung beteiligt; er erhält also – nicht wie der klassische Aktionär – keine Dividendenzahlungen. Der Anleger kann von den Kursbewegungen der Aktien, Indizes, Rohstoffen oder Währungen profitieren, wobei er hier mit einem Hebel arbeitet. Der Name Differenzkontrakt verrät bereits, dass sich alles um die Kursdifferenz zwischen dem Ein- und Ausstiegspunkt (Spread) dreht. Der Anleger kann also von steigenden Kursen (sogenannte Long-CFDs) oder fallenden Notierungen (Short-CFDs) profitieren. Zu beachten ist, dass der Anleger nur eine geringe Summe investieren muss, wobei sich CFDs 1:1 zum Basiswert entwickeln. Die kursbeeinflussenden Faktoren entfalten also die volle Wirkung.

 

CFDs sind risikobehaftet

CFDs sind hochspekulative Derivate. Für den CFD-Handel sollten sich nur gut informierte Anleger entscheiden, die auch wissen, dass es nicht nur hohe Gewinne geben kann – der CFD-Handel ist nämlich auch extrem riskant und kann somit keinesfalls einem Anfänger empfohlen werden. Selbst dann, wenn der Anleger einen entsprechenden Kenntnisstand hat, muss er sich bewusst sein, dass CFDs eine spekulative Anlage darstellen, da bereits geringe Einsätze genügen, sodass der Anleger große Handelspositionen eröffnen kann. Ganz egal, wie gut der Anleger informiert ist – auf das Risiko kann kaum ein Einfluss genommen werden.

 

Der CFD-Handel

Während der Aktionär den vollen Preis für ein Wertpapier bezahlen muss, damit er die Aktie in weiterer Folge auch besitzt, so muss er nur einen Bruchteil der Investitionssumme investieren, wenn er sich für den CFD-Handel entscheidet. Der CFD-Trader hinterlegt nur die Sicherheitsleistung (Margin). Der sogenannte Marginsatz wird vom gewählten Basiswert bestimmt. In der Regel belaufen sich die Kosten bei gerade einmal 10 Prozent der zu handelnden Summe – die Differenzsumme wird vom Broker (etwa CMC Markets) übernommen. Der Anleger muss aus diesem Grund auch die Finanzierungszinsen aufbringen. Entscheidet sich der Anleger für Short-CFDs, so erhält er einen Habenzins, da er zu Beginn als Verkäufer eines CFDs auftritt. “Leerverkaufte” CFDs müssen die Anleger jedoch wieder zurückkaufen, wenn sie die Position auflösen. Die entscheidende Rolle wird vom Hebel übernommen. So kann der Anleger den Einsatz um das Vielfache bewegen – einerseits kann die Hebelwirkung die Gewinne erhöhen, andererseits sind auch nicht zu unterschätzende Verluste möglich.

 

Nur für erfahrene Anleger geeignet

Der CFD-Handel eignet sich ausschließlich für sehr spekulative und auch erfahrene Anleger, die sich nicht nur von den möglichen Gewinnen blenden lassen. Anleger, die erst seit kurzer Zeit am Aktienmarkt aktiv sind, sollten sich gegen den CFD-Handel entscheiden.

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